Richtig lüften beugt Schimmel vor

Richtig lüften ist nicht nur an heißen Sommertagen wichtig. Noch wichtiger ist es im Winter und in der kalten Übergangszeit zwischen Herbst und Frühjahr. Dann nämlich, kann falsches lüften teuer werden und sogar auf Kosten der Gesundheit gehen.

Denn wer im Winter nicht richtig lüftet, riskiert Schimmel im Wohnraum. Dessen Sporen verteilen sich unsichtbar in der Raum- und Atemluft. Entgegen der verbreiteten Meinung sind Schimmel und Sporen nicht immer zu riechen.

Die Feuchtigkeit muss aus dem Wohnraum

Ziel des richtigen Lüftens ist es, die feuchte Luft aus dem Haus und den Wohnräumen zu verbannen. Aber warum wird die Raumluft in Wohnung und Haus eigentlich feucht?

Die Gründe sind vielfältig. Mit jedem Atemstoß verlässt auch Feuchtigkeit den menschlichen, wie auch den tierischen Körper. Beim Reinigen der Brillengläser machen wir uns diesen Effekt zu Nutze. Wesentlich intensiver ist der Feuchtigkeitseintrag in die Raumluft beim Duschen, Baden und beim Kochen.

Durch das warme Wasser werden in kurzer Zeit große Mengen Feuchtigkeit an die Umgebung abgegeben. Wer Pflanzen im Wohnraum hat, schafft neben einer schönen Atmosphäre auch eine zusätzliche Feuchtigkeitsquelle für die Raumluft. Waschmaschine, Wäschetrockner wirken wie auch die trocknende Wäsche auf dem Wäscheständer, wie ein Raumluftbefeuchter.

Fenster komplett öffnennicht kippen

Gründe für feuchte Raumluft gibt es also viele. Diese Feuchtigkeit muss mehrfach am Tag aus den Räumen geleitet werden. Sie verlässt den Wohnraum nicht von selbst. Wer also nicht lüftet oder falsch lüftet, sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit aus der Luft sich an den kältesten Bereichen absetzt.

Das sind meist die Bereiche der Außenfenster oder bei weniger gut isolierten Räumen auch die Außenecken. Die Feuchtigkeit kondensiert dort. Damit ist die beste Voraussetzung für Schimmel gegeben.

Wer richtig lüftet, öffnet die Fenster komplett. Auf keinen Fall sollten Fenster dauerhaft gekippt werden. Das kühlt im Winter die Räume aus, ohne für den notwendigen Luftaustausch zu sorgen. Dieser setzt nur ein, wenn die Fenster oder Türen in gegenüberliegenden Räumen geöffnet werden.

Tipp: Als Faustregel gelten fünf Minuten pro Lüftung. Mindestens zweimal am Tag sollte richtig gelüftet werden.

Alle Räume heizen, um Schimmel zu verhindern

Auch die ungenutzten Räume sollten wenigsten ein bisschen geheizt werden, sonst ist die Raumluft zu kalt, um Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Wir sprechen hier von 15 bis 17 Grad. Die Feuchtigkeit setzt sich sonst an den noch kälteren Flächen ab.

Alternative Lüftung-Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Viele Bauherren sind ganztägig berufstätig, so dass es schwierig ist, eine kontinuierliche Fensterlüftung zu gewährleisten.

Dafür stellt uns die Industrie leistungsfähige Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zur Verfügung. Diese hocheffizienten Lüftungsanlagen können mit verschiedenen Leistungsmodi betrieben werden. Sie sind energiesparend, da sie auch mit Zeitschaltuhr geregelt werden können.

Bei den Lüftungsanlagen wird die in der verbrauchten Raumluft enthaltene Restwärme über einen Wärmetauscher, welcher die Restwärme aufnimmt, nach außen geführt. Die kühle Frischluft wird über den Wärmetauscher geführt, so dass sie die gespeicherte Restwärme aufnehmen kann und als vorgewärmte Frischluft in die Räume einströmt.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft entzogen wird, so dass eventuelle Feuchteschäden und Schimmel weitestgehend vermieden werden.

Interessant sind diese Anlagen auch für Allergiker, da die Lüftungsanlagen mit feinen, austauschbaren Filtern versehen sind.

Richtig lüften in Stichpunkten

  • Fenster komplett öffnen.
  • Fenster nicht dauerhaft kippen.
  • Fenster/ Türen in gegenüberliegenden Räumen öffnen.
  • Als Faustregel gelten fünf Minuten pro Lüftung.
  • Mindestens zweimal am Tag richtig lüften.
  • Auch ungenutzte Räume heizen.

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